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Mo., 19. Apr.

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KitaKind

Wenn Kinder Traumatisches erlebt haben – Beziehung, Sicherheit und Orientierung geben

Zeit & Ort

19. Apr. 2027, 09:00 – 16:00

KitaKind, Rothenburger Str. 43, 01099 Dresden, Deutschland

Beschreibung

Kinder können Erfahrungen machen, die ihre Vorstellung von Sicherheit und Verlässlichkeit nachhaltig erschüttern. Manche reagieren darauf mit großer Wachsamkeit, Rückzug oder starker Anpassung, andere suchen ungewöhnlich viel Nähe oder reagieren scheinbar unverständlich und heftig. Für pädagogische Fachkräfte stellt sich dann häufig die Frage: Was braucht dieses Kind von mir – und wie kann ich ihm im Kita-Alltag einen sicheren Rahmen geben?

Eine stabile und verlässliche Beziehung kann für Kinder, die Belastendes oder Traumatisches erlebt haben, zu einer wichtigen neuen Erfahrung werden. Wiederkehrende Abläufe, nachvollziehbare Grenzen, feinfühlige Erwachsene und ein verlässliches Gegenüber können dabei helfen, sich zunehmend sicherer zu fühlen und eigene Handlungsmöglichkeiten zurückzugewinnen. In der Fortbildung beschäftigen wir uns damit, was traumatische Erfahrungen im kindlichen Erleben bewirken können und wie sich dies im pädagogischen Alltag zeigen kann. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Diagnose, sondern die Frage, wie wir Verhalten verstehen und Kindern hilfreiche Beziehungserfahrungen ermöglichen können.

Gemeinsam schauen wir unter anderem darauf,

  • was Kindern nach belastenden Erfahrungen Sicherheit und Orientierung geben kann,

  • wie pädagogische Fachkräfte auf starke Reaktionen, Rückzug oder ungewöhnliches Nähebedürfnis angemessen reagieren können,

  • welche Bedeutung Verlässlichkeit, Beziehung und Co-Regulation für betroffene Kinder haben,

  • und wie wir Kinder dabei unterstützen können, eigene Gefühle und Reaktionen zunehmend wahrzunehmen und zu verstehen.

Anhand von Praxisbeispielen und im gemeinsamen Austausch werden Situationen aus dem Kita-Alltag betrachtet und Handlungsmöglichkeiten reflektiert. Dabei geht es auch um die eigenen Grenzen: Was können pädagogische Fachkräfte leisten – und wann braucht es zusätzliche Unterstützung durch Fachstellen und andere Netzwerkpartner?

Ziel ist es, Kindern mit belastenden oder traumatischen Erfahrungen mit mehr Verständnis und Sicherheit zu begegnen und ihnen im pädagogischen Alltag einen verlässlichen Ort zu bieten, an dem Beziehung, Orientierung und Entwicklung möglich werden.


Referentin

Heike Herrmann ist seit über 10 Jahren fortbildend und beratend im Kita-Bereich tätig.

Als Grundschulpädagogin, promovierte Spracherwerbsforscherin,  systemische Pädagogin und Beraterin unterstützt sie die  Qualitätsentwicklung in Kitas und Horten. Der Schwerpunkt liegt auf inklusiven pädagogischen Entwicklungsprozessen auf Kind- und Teamebene.

Seit 2020 ist sie als ehrenamtliche Hospizbegleiterin in Dresden tätig. Mit dieser Veranstaltung möchte sie betroffenen Kindern und Erwachsenen Informationen und Raum zum Austausch geben, um in diesem geschützten Rahmen die individuelle Handlungssicherheit zu stärken.


Kosten

130 EUR inklusive Getränken und selbstgekochter, veganer Mittagssuppe

Die Rechnung erhalten Sie per E-Mail zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin.

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